Sonntag, 13. Juli 2014

SCHWULES MUSEUM* zeigt GAUWEILEREIEN



16. August 2014, 19.00h - 03. September 2014

Philipp Gufler: Gauweilereien

Vom 17. August bis 3. September zeigen wir die Videoinstallation und das gleichnamige Künstlerbuch „Projektion auf die Krise (Gauweilereien in München)“ von Philipp Gufler. Darin gewährt der Künstler einen kaleidoskopartigen Rückblick auf die Anfänge der AIDS-Krise in München in den 1980iger Jahren. Die Videoarbeit versetzt die Betrachter_innen in einen klassischen „White Cube“, in welchem Gufler aus dem Archiv Forum Homosexualität München e.V. zusammengetragene Dokumente in chronologischer Reihenfolge präsentiert. Mit einem „Maßnahmenkatalog“ beantwortete Peter Gauweiler (ehemaliger bayerischer Staatssekretär) das Auftauchen der AIDS Seuche mit ebenso drastischen wie schockierenden Vorschlägen. Nicht etwa die Prävention der Krankheit steht im Vordergrund von Gauweilers Maßnahmenkatalog, sondern die Ausgrenzung und letztlich die Auslöschung der „Keimträger“, sprich der SexarbeiterInnen und Homosexuellen. Diesen Ressentiments stellt Gufler die emanzipatorischen Schlachtrufe der Münchner Schwulen- und Lesbenbewegung entgegen und zeichnet somit ein oszillierendes Bild münchnerischer und zugleich deutscher Geschichte.

Zusammen mit der Videoinstallation werden neue Arbeiten von Gufler gezeigt, unter anderem Siebdrucke auf Stoff aus der Serie "Quilt", sowie in Epoxi gegossene Textcollagen mit dem Titel „August von Platen“, die speziell für diese Ausstellung entwickelt wurden.

Die Serie „Quilt“ ist eine Hommage an an AIDS verstorbene Personen. AIDS war in den 80er Jahren nicht mehr nur eine Frage der Medizin, sondern vielmehr eine der Sozialpolitik und der alltäglichen Homophobie. Im Juni 1987 wird in San Francisco das Mahnprojekt „NAMES Project AIDS Memorial Quilt“ initiiert, um eine Form für eine Trauerfeier zwischen Privatheit und Öffentlichkeit zu finden und damit die Verstorbenen vor dem Vergessen zu bewahren. „Das Ausgangsmaterial der Quilts in ihren verschiedenen Stofflichkeiten und die unter ihrer Verwendung gewählte Form des Abschiednehmens folgen den Prinzipien der Wiederholung und der Serie, der Verdichtung und der Unterbrechung.“ (Gürsoy Doğtaş)

Ein Ausgangspunkt der in Epoxi gegossenen Textcollagen wiederum bildet das Buch „Deiner Umarmung süßer Sehnsucht“ von Hubert Fichte über den Schriftsteller August von Platen (1796 - 1835). Der nicht einheitliche Text, der keiner chronologischen Narration folgt, erzeugt ein Springen zwischen Zeiten und Perspektiven und ermöglicht dadurch verschiedene Bedeutungs- und Identifikationsebenen.

Alle Arbeiten Courtesy Galerie Françoise Heitsch, München.

Eröffnung ist am Samstag, den 16.8. um 19 Uhr mit dem Künstler.

Am 19.08. findet um 19 Uhr ein Gespräch zwischen dem Künstler und der Kunsttheoretikerin Kerstin Stakemeier statt.

Finissage ist am 3. September von 19 bis 22 Uhr mit  DJ Problemi und Lisa Schairer.

Schönheitsritual

Schönheitsritual
Philipp Gufler, Jonas, Heldt, Felicitas Sonvilla, Angela Stiegler, und Frauke Zabel
Ausstellung Projektklasse Claire Denis (ADBK München, a_u1_24, 11. Juli bis 15. Juli)






Montag, 30. Juni 2014

Hinterland Magazin, Nr 26

1. CSD in München / Foto: Archiv Guido Vael
Hinterland Magazin, Nr 26

Guido Vael über die Anfänge der Schwulenbewegung in München
Interview von Philipp Gufler [PDF]

Eingeschlossen in München: Erzählungen Nicht-Heterosexueller Leben
Von Kerstin Stakemeier und Philipp Gufler [PDF]

Freitag, 23. Mai 2014

meine drei lyrischen ichs


03.06.14 mit REUTHER, LAPPERT, BERENDS und GUFLER


Unsere Lesereihe wird zwei Jahre alt, und wir begehen unser Jubiläum ausnahmsweise an einem Dienstag. Wieder ist die Veranstaltung Lesung und Vernissage zugleich. Aus Österreich kommt Rick Reuther zu uns angereist, der bereits als Jugendlicher in Hamburg mit seinen Texten Aufsehen erregt hat und mittlerweile in Wien Sprachkunst studiert. Aus der Schweiz begrüßen wir die Baslerin Simone Lappert, die neben ihrer vielfach prämierten Prosa in letzter Zeit immer mehr auch mit ihrer Lyrik auf sich aufmerksam gemacht hat. Der Münchner Wolfgang Berends ist im Literaturleben der Stadt eine feste Größe: Lange ist er bereits als der wohl gastfreundlichste Bibliothekar Münchens im Lyrik Kabinett aktiv, noch länger als Lyriker. Philipp Gufler, der in diesem Jahr sein Diplom an der Kunstakademie gemacht hat, eröffnet eine Ausstellung in Halle 3 und zeigt im Leseraum eine Arbeit, die nur für diesen Abend zu sehen ist.
Die Ausstellung läuft bis 12. Juni und ist an Veranstaltungstagen ab 19 Uhr geöffnet und von Montag bis Freitag von 11 bis 19 Uhr auf Anfrage im Büro (Einsteinstr. 34).

Zeit: 20 Uhr
Ort: Einstein Kultur, Halle 4, Einsteinstraße 42 (U 4/5 Max-Weber-Platz)
Eintritt: 4/6 Euro
Moderation: Tillmann Severin und Tristan Marquardt
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.

1987 (Pride IV), 2013

1987 (Pride IV), 2013

Montag, 12. Mai 2014

IMAGINARY MASCULINITY & PROJECTION OF THE CRISIS, Athens 18. May 8 pm

Dear friends,

We are very happy to invite you this coming Sunday, May 18, at 8 pm to our studio to a screening of works by Philipp Gufler.

Although originally video installations, on Sunday we will only be able to present single screen projections, but Philipp, who will be joining us, can tell us a few words about the pieces.

Looking forward to seeing you,
Thank you

Dora Economou, Philipp Gufler, Anja Kirschner

Makedonon 10  
Basement Surgery (behind the guardhouse of the American Embassy)
Athens
https://www.google.com/maps/place/Makedonon+10/@37.983156,23.7555454,17z/data=!3m1!4b1!4m2!3m1!1s0x14a1bd53dff4ecb7:0xd57cf8f583d89b57

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PHILIPP GUFLER

IMAGINARY MASCULINITY & PROJECTION OF THE CRISIS

In Imaginary Masculinity (2012, 23 min), Philipp works with portrayed examples of masculinity from art history and popular culture and discusses the practices and tactics behind them. 
Bringing together archive materials and objects  Projection on the Crisis (Gauweilereien in Munich)  (2014, 34 min) reflects on the beginning of the AIDS crisis in Munich in the 80s, the ways the state managed it, and how this has been informing the cultural production up to date. 


Philipp Gufler is an artist based in Munich, whose oeuvre spans various media (graphic and print to performances and video installations). Representation and Identity, especially gendered identity, are recurring motifs in his works. From 2009 to 2012 he was part of the artist collective Salong. His works were shown amongst others in Amsterdam, Berlin, Equador, Munich and Karlsruhe. 

Samstag, 1. März 2014

ZIRKELTRAUM, Galerie Françoise Heitsch München

Philipp Gufler

ZIRKELTRAUM



Eröffnung: 3. April 2014 - 19 Uhr




Françoise Heitsch
Amalienstrasse 19
80333 München
Germany
Tel.: +49 (0) 89 - 48 12 00
Fax.: +49 (0) 89 - 48 12 01
Mail: fheitsch(at)francoiseheitsch.de
Internet: www.francoiseheitsch.de

Pressetext von Gürsoy Dogtas
Pressrelease by Gürsoy Dogtas 

Alzarinviolett_Heliogenblau, 2014


 Heliogenblau_Idanthrenblau
Quilt IV (Klaus Nomi), 2014













Portrait als Krise, 2013 / 2014












Quilt IV (Gustl Angstmann), 2014






Courtesy Galerie Françoise Heitsch, München