Mittwoch, 12. Februar 2020

Forschungsgruppe zu Paul Hoecker


Im Oktober 2019 bildete sich eine Forschungsgruppe am Forum Queeres Archiv München zu Paul Hoecker. Sie möchte das Leben und die Kunst von Paul Hoecker erforschen und weitere Informationen zu Hoeckers Homosexualität und dem Skandal um das Madonnenbildnis von 1898 sammeln.

Der Maler Paul Hoecker (1854 – 1910) war der erste moderne Professor an der Akademie der Bildenden Künste München. Ein Skandal um eines seiner Gemälde zwang ihn 1898 zum Rücktritt von der Professur. Ihm wurde nachgesagt, dass ihm ein Stricherjunge Modell für ein Madonnenbild (wahrscheinlich „Ave Maria“, Sammlung der Neuen Pinakothek in München) gestanden hatte, zu welchem er auch private Kontakte pflegte. Bereits davor äußerte er sich in einem Brief an den Berliner Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld über den Paragraphen 175, der gleichgeschlechtliche Liebe seit 1872 kriminalisierte, und zu seiner eigenen Homosexualität:

„Sie widmen Ihre Kräfte einem der humansten Zwecke, und mit Freuden sehe ich, wie viele Männer der einschlägigen Wissenschaften und andere hervorragende und einflussreiche Leute beitragen wollen, daß dieses grausame Gesetz beseitigt werde, allein ich kann Ihnen meine Unterschrift nicht geben, – weil ich selbst konträrsexuell veranlagt bin.“ [1]

An Paul Hoecker zu erinnern ist jedoch nicht nur aufgrund seiner Biografie wichtig. Sein OEuvre umfasst ein ausgesprochen vielfältiges Motiv- und Themenspektrum, darunter u.a. holländische Alltagsszenen, religiöse Sittenbilder, Landschaften und humoristische Pierrotbilder. Insbesondere ist jedoch Paul Hoeckers herausragende Rolle für die Münchner Kunst der Jahrhundertwende als Gründungsmitglied der Münchner Secession sowie als Professor an der Kunstakademie hervorzuheben. Hoecker starb nach Aufenthalten u.a. in Capri und Rom 1910 an der „Römischen Malaria“ in München.

Aktuell gehören der Gruppe Stefan Gruhne, Philipp Gufler und die Kunsthistorikerin Christina Spachtholz an. Im Frühjahr 2020 ist eine interne Präsentation über den Stand der Forschung am Forum Queeres Archiv München geplant.

Falls Sie weitere Informationen über Paul Hoecker haben oder sich ebenfalls für das Leben und die Arbeiten des Künstlers interessieren, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf: 


1 Hirschfeld, Magnus. Von Einst bis Jetzt, 1922, S. 108; 
Abbildung: Paul Hoecker, Ave Maria, um 1898, Öl auf Leinwand, 219 x 236 cm, Neue Pinakothek München

FLUIDITY


LOREN BRITTON 
CASSILS
SHU LEA CHEANG 
ZACKARY DRUCKER
ALICIA FRANKOVICH 
PHILIPP GUFLER
MARYNA MAKARENKO 
TEJAL SHAH
MING WONG

23. Februar – 17. Mai 2020
Kuratiert von Dr. Alejandro Perdomo Daniels
Eröffnung: 22. Februar 2020 um 19 Uhr

Syker Vorwerk – Zentrum für zeitgenössische Kunst
Öffnungszeiten: Mi 15–19, Sa 14–18, So/Feiertag 11–18 Uhr

Donnerstag, 23. Januar 2020

Quilt #01–#03


Philipp Gufler: Quilt #01–#30


16,5 cm x 29,7 cm
208 pages, Softcover
Text by Laurie Cluitmans 
Language: German / English
1st Edition: 700
Editor / Concept: Philipp Gufler
Design: Stefanie Hammann

Quilt #01-#30 is published by Hammann Von Mier Verlag, Munich, with kind support by Centraal Museum Utrecht, LfA Förderbank Bayern, Mondriaan Fund, Stichting Stokroos and the galleries BQ, Berlin and Françoise Heitsch, Munich.


Order here: Hammann Von Mier 


Book presentations:


Centraal Museum, Utrecht

Thursday, February 6 2020, 6 pm
with an artist talk with Bart Rutten


BQ, Berlin

Thursday, February 27 2020, 7 pm
as part of the exhibition "It is getting alive

Sonntag, 12. Januar 2020

Andere Geschiedenis volgens Dirkje Kuik en Philipp Gufler

Quilt #29 (Dirkje Kuik), 2019

Andere Geschiedenis volgens Dirkje Kuik en Philipp Gufler

18 januari – 3 mei 2020 


Het Centraal Museum Utrecht laat in een nieuwe duotentoonstelling in de ruimte Utrecht Lokaal een selectie werken zien van Dirkje Kuik en Philipp Gufler. In Andere Geschiedenis volgens Dirkje Kuik en Philipp Gufler worden van Dirkje Kuik volop tekeningen, etsen, litho’s en schilderijen met Utrecht als inspiratiebron getoond. In opdracht van het museum heeft de Duitse kunstenaar Philipp Gufler (Augsburg, 1989) een Quilt – een gezeefdrukt doek – gemaakt. Deze maakt onderdeel uit van een serie waarin Gufler kunstenaars, schrijvers, LHBTQI+ tijdschrift en verdwenen queer plekken verbeeldt, zoals Johann Joachim Winckelmann, Wies Smals en Die Freundin. Deze Quilts zullen te zien zijn in de tentoonstelling.

Op donderdag 6 februari gaat Philipp Gufler in gesprek met Bart Rutten om zijn nieuwe boek “Quilt #01-#30” (Hammann Von Mier Verlag, München) te presenteren in het museum.

Agnietenstraat 1 
3512 XA Utrecht
Netherlands







Fotos: © Centraal Museum Utrecht / Jan Kees Steenman and courtesy of BQ, Berlin, Roman März, Berlin

Prospects & Concepts